Deutsch Englisch
Navigation

Aktuelles

04.07.2019

Auftakt des Forschungsprojets "efach"

Mit dem Forschungsprojekt "Faktoren für eine erfolgreiche Berufsbildungszusammenarbeit mit der Volksrepublik China" (efach) soll eine lange bestehende Lücke der Berufsbildungsforschung geschlossen werden. Es soll ersmtals untersucht werden, ob in bisherigen Forschungsarbeiten identifizierte und zu einem Schlüsselgrößenmodell zusammengeführte Erfolgsfaktoren internationaler Berufsbildungskooperationen auch für Kooperationen außerhalb der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit im privatwirtschaftlichen Bereich und in China gelten.

Das vom BMBF finanzierte Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt (April 2019 bis März 2022) und wird vom Lehrstuhl für Soziologie / Centrum für Evaluation (CEval) an der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem Central Institute for Vocational & Technical Education(CIVTE, Peking) und dem Chinesisch-Deutschen Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität (CDIBB, Shanghai) durchgeführt.

Im Rahmen des Auftaktworkshops (17.06.-21.06.2019) wurden Projektziele, theoretische Überlegungen, der aktuelle Forschungsstand und zahlreiche Fragen der Projektplanung erörtert.

  

 

Einen beeindruckenden Abschluss fand das von großer chinesischer Gastfreundschaft geprägte erste persönliche Zusammentreffen aller Beteiligten mit einer Bootsfahrt auf dem Huangpu River durch das Stadtzentrum Shanghais.

 

 

 


17.04.2019

Ergebnisse des europäischen Evaluation Globe in Italien vorgestellt

Auf Einladung des italienischen Evaluationsverbandes Associazione Italiana di Valutazione (AIV) hielt Prof. Dr. Reinhard Stockmann am 3. April 2019 während des XXII. Nationalkongresses einen Vortrag zur "Institutionalization of Evaluation in Europe".

Er stellte Ergebnisse des Forschungsprojekts "Evaluation Globe" vor, das sich zum Ziel gesetzt hat, für alle relevanten Länder weltweit den Stand der Institutionalisierung der Evaluation im politischen, sozialen und Professionalisierungssystem zu erfassen. Der Europaband, der Ende des Jahres im Verlag Macmillan erscheinen wird, enthält 16 Länderfallstudien, ein Europakapitel und eine Synthese. Diese zeigt, dass bei allen regionalen, kulturellen, politischen und sozialen Unterschieden der untersuchten Länder die Verwaltungsmodernisierungen, im Gefolge von New Public Management-Konzepten und den Vorgaben der EU, vor allem bei der Vergabe von Finanzmitteln aus dem Strukturfonds, die dominierenden "driving forces" waren, die die Institutionalisierung der Evaluation in den untersuchten Ländern vorangetrieben haben.


07.12.2018

Tagung: Evaluation und Wirkungsforschung

CEval organisiert mit BIBB Berufsbildungskonferenz

Zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat das CEval im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) eine Tagung zum Thema "Evaluation und Wirkungsforschung in der Berufsbildung" ausgerichtet. Ein Thema, das in dem interdisziplinär aufgestellten Forschungsfeld seit jeher einen hohen Stellenwert einnimmt. Dementsprechend groß war auch das Interesse an der Tagung, die vom 29. bis 30. November 2018 im Wissenschaftszentrum Bonn stattfand. Das CEval war nicht nur an der Konzeption der Tagung beteiligt, sondern brachte sich auch mit einer Reihe von Vorträgen ein.

Professor Dr. Reinhard Stockmann stellte in seiner Keynote die von ihm entwickelte „Systematic Evaluation Analysis (SEA)" als Instrument der Wirkungsevaluation vor. Bei diesem Ansatz werden Elemente der Metaevaluation, der Metaanalyse und des Systematic Reviews miteinander kombiniert. Ziel war es, die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die für die Effektivität, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Berufsbildungsprojekten verantwortlich sind. Hierfür wurden über 80 Projekte und Programme der Berufsbildungszusammenarbeit ausgewertet, die vom CEval in den Jahren 1992  bis 2017 evaluiert worden waren. Während in den einzelnen Evaluationen vor allem Wert auf die interne Validität der Ergebnisse gelegt wurde, strebt die Systematic Evaluation Analysis (SEA) vor allem eine hohe externe Validität an. Inhaltliche Ergebnisse werden nach ausgewählten Kriterien synthetisiert, strukturiert, klassifiziert und subsumiert, um kumulierte Befunde zu generieren, die Generalisierungen zulassen. Auf diese Weise wurden die in einzelnen Projekt- und Programmevaluationen ermittelten Erfolgsgrößen auf vier Kerngrößen verdichtet, die sich drei Clustern zuweisen lassen (vgl. Abbildung 1):

  1. Systembezogene Erfolgsfaktoren: vor allem Systemkompatibilität,
  2. Design- und umsetzungsbezogene Einflussfaktoren: vor allem: flexible Steuerung,
  3. Institutionenbezogene Erfolgsfaktoren: vor allem Personal und Ownership.

Abbildung 1: Modell der Schlüsselgrößen nachhaltiger BBZ

Da diese drei "Erfolgscluster" aus rund 80 Einzelevaluationen von Projekten und Programmen aus den letzten 40 Jahren herausdestilliert wurden, die einem großen konzeptionellen Wandel unterlagen und in den verschiedensten sozio-kulturellen Kontexten und politischen Systemen durchgeführt wurden, darf vermutet werden, dass diese „Erfolgsfaktoren“ eine hohe zeitliche und regionale Stabilität aufweisen.

Weitere Beiträge des CEval waren die Vorträge von Dr. Stefan Silvestrini zu „Ex-ante Evaluation" sowie zur „Meta-Evaluation in der Beruflichen Bildung“. Dr. habil Wolfgang Meyer stellte in seinem Vortrag: „Langzeitwirkung durch Langzeitbetreuung?“ das (Quasi-) experimentelle Design zur Wirkungsbeurteilung in der Berufsbildungsforschung infrage.

Die Tagung schloss mit einem Panel zu der Frage: Wie muss sich die Evaluation und Wirkungsforschung in der Berufsbildung weiter entwickeln?


13.08.2018

Universität Bern und CEval führen erstmals IPDET durch

Im vergangenen Jahr hatte sich das Konsortium Universität Bern und CEval gegen 21 Mitbewerber bei der Ausschreibung um die Durchführung des renommierten Weiterbildungsprogramms "International Program for Development Evaluation Training (IPDET)" durchgesetzt.

Vom 16. Juli bis 27. Juli 2018 führte das Konsortium zum ersten Mal das Weltbankprogramm an der Universität Bern durch. Reinhard Stockmann (CEval) gab in seiner Keynote zu Beginn der Veranstaltung zu bedenken, dass Evaluation derzeit zwar einen weltweiten Boom erlebe, doch dass die Evaluation im Rahmen globaler Veränderungen vor großen Herausforderungen stehe. Häufig werde sie als Managementinstrument verwendet, um Programme und Projekte effektiver und effizienter zu gestalten sowie als Instrument zur Rechenschaftslegung, um die eigene Arbeit zu legitimieren, doch selten als „Aufklärungsinstrument", um sensible politische Bereiche unabhängig von staatlicher Bevormundung zu evaluieren. Allerdings käme es im Kontext nachhaltiger Entwicklungsprozesse gerade auf diese Evaluationsfunktion an.

     

Fast 200 Teilnehmer aus über 70 Ländern besuchten den einwöchigen Einführungskurs und die anschließenden Workshops zu Themen wie: Evaluating SDG's ,Private Sector Evaluation, Case studies in program evaluation, Quantitative Impact Evaluation, Quantitative Data Analysis, Evaluation Design Matrix, Results-Based Monitoring & Evaluation for Middle and Upper Management.

Ein besonderes Highlight waren der Workshop von Michael Patton zu Utilization-Focused Evaluation sowie seine Abschluss-Keynote, in der er die Rolle der Evaluation in einer von der Menschheit bedrohten Erde beschrieb. Eindrücklich beschrieb er die globalen Herausforderungen der Zukunft und forderte eine transformative „Blue Marble Evaluation", die sich mit Fragestellungen auseinandersetzt, die das Schicksal der Menschheit insgesamt betreffen. Auf die Melodie von „We are the World" stimmten alle in die von Michael Patton gedichteten Zeilen ein:

"There comes a time

When we heed a a certain call

When evaluation must evolve

The Blue Marble calls us

To do what must be done

The future of our planet must be won"

 


20.07.2018

Neuer englischsprachiger Masterstudiengang Evaluation mit Teilnehmern aus aller Welt ist gestartet

Einen neuen internationalen Masterstudiengang zum Thema Evaluation bieten die Universität des Saarlandes und die TU Kaiserslautern an. Der englischsprachiger "Master (Blended Learning) of Evaluation MABLE", so der offizielle Name des Studiengangs, verbindet Präsenzveranstaltungen mit modernen Formen des E-Learning; auf seinem Gebiet ist er in Europa einzigartig. Die ersten internationalen Studentinnen und Studenten haben bereits eine erste E-Learning-Phase absolviert und eine von ingesamt zwei Präsenzwochen in Saarbrücken verbracht. Nächster Studienstart ist im Oktober 2018; Bewerbungsschluss ist der 15. August.

 

 

                  

 

Weltweit steigt die Nachfrage nach Fachkräften für Monitoring und Evaluation, allerdings fehlt es an geeigneten Studienangeboten in diesem Bereich. Das englischsprachige Masterprogramm MABLE richtet sich an internationale Interessenten aus der Berufspraxis. Es ist als Blended-Learning-format konzipiert, das Selbststudium mittels E-Learning mit Präsenzphasen kombiniert und daher berufsbegleitend studiert werden kann. Europaweit ist es das einzige Studienangebot dieser Art. Die aktuell zwölf Studentinnen und Studenten kommen unter anderem aus Afghanistan, Chile, Nigeria, Trinidad und Tobago, Uganda und Sri Lanka.

 

Im Masterprogramm MABLE lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Evaluationen im internationalen Kontext zu konzipieren und durchzuführen; Praxiskenntnisse werden über eine Fallstudie vertieft. Das Studium bereitet auf die wissenschaftliche Bearbeitung von Evaluationsfragestellungen vor, aber auch auf gutachterliche Tätigkeiten sowie auf die Auftragsvergabe und Steuerungen von Evaluationen. Zugleich vermittelt das Programm Kernkompetenzen für Aufgaben in Monitoring, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung oder Projekt- und Programmmanagement, Absolventen arbeiten beispielsweise als Evaluatoren, Evaluationsmanager, Qualitätsmanager, Monitoring-Beauftragte oder Projektmanager.

Weitere Infos finden Sie hier.